Welche Gründe sprechen für eine biologische Krebsbehandlung?

Biologische Krebsbehandlung – warum?

Die Defizite des bestehenden Therapiesystems

Warum entscheiden sich immer mehr Patienten für eine biologische Krebsbehandlung? Viele von ihnen sind unzufrieden mit dem Therapieangeboten der Schulmedizin bei Krebs. Deren Verfahren sind mit hohen Nebenwirkungen belastet, und trotzdem entwickeln viele Patienten danach Metastasen, an denen sie dann auch in 90% der Fälle versterben. Daher nehmen inzwischen mehr als zwei Drittel der Krebspatienten auch andere Therapieangebote in Anspruch.

Die schlechten Ergebnisse der Schulmedizin haben mehrere Gründe:

  1. Die Schulmedizin versteht nicht, dass es für jede Erkrankung Ursachen gab, die sie entstehen ließen. Heilung kann nicht erreicht werden, solange man die Ursachen nicht erkannt und beseitigt hat.
  2. Die Schulmedizin versteht nicht, dass es sich bei einer Krebserkrankung um eine Erkrankung des gesamten Organismus handelt. Die Krebsgeschwulst ist nur das Symptom einer zugrundeliegenden Störung.
  3. Die Schulmedizin versteht nicht, dass es die Gesundheit nicht fördern kann, einen Organismus, der bereits erkrankt ist, durch die Anwendung von chemischen Giftstoffen oder krebserzeugenden Strahlen noch kränker zu machen.
  4. Die Schulmedizin unterdrückt alle Verfahren, die dem Modell Chemotherapie in die Quere kommen, auch wenn sie für die Patienten von Nutzen sein könnten. Dies geschieht teils mit massiver politischer Unterstützung über die Steuerung der Abrechnungsmöglichkeiten.

Die Sichtweisen der ganzheitlichen Medizin und die biologische Krebsbehandlung

Trotz eines erheblichen Aufwandes konnte (oder wollte) die konventionelle Krebsforschung zur Ursache der Krebserkrankungen kaum etwas beitragen. Auch wenn man mit der Schädlichkeit des Rauchens, der ungesunden Ernährung und dem Mangel an Bewegung einige die Krebsentstehung begünstigende Faktoren erkannt hatte, so ergaben sich hieraus kaum Ansätze für eine effektive Therapie.

Es hatte jedoch immer schon Forscher gegeben, die sich sehr intensiv mit den Hintergründen und Ursachen von Krebserkrankungen beschäftigt haben. Die auf diesem Gebiet wesentlichsten Erkenntnisse stammen meiner Ansicht nach von Otto Warburg und von Paul Gerhard Seeger.

Das Besondere der Krebszelle: die Entdeckung ihres Stoffwechsels

Warburg und Seeger hatten bereits vor mehr als 80 Jahren die Besonderheiten des Stoffwechsels der Krebszelle entdeckt, wofür Otto Warburg 1931 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden war. Besonders machte sich sein Mitarbeiter Paul Gerhardt Seeger durch genaue und umfangreiche Beschreibungen der Ursachen und Vorgänge bei der Krebserkrankung einen Namen.

Warburg hatte den Nobelpreis für seine Entdeckung bekommen, dass Krebszellen einen anderen Stoffwechsel, einen anderen Weg der Energieerzeugung nutzen als gesunde Körperzellen. Krebszellen müssen dabei aus der Nahrung die Energie, die unser Organismus benötigt, bilden, ohne dabei Sauerstoff verbrauchen zu können.

Die Energieausbeute pro eingesetzter Einheit Nahrung (Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette) ist dabei jedoch nur sehr gering. In gesunden Körperzellen werden die Nährstoffe zur Energiegewinnung komplett bis zu Kohlendioxid (wird abgeatmet) und Wasser abgebaut. In den Krebszellen geschieht der Nährstoffabbau nur bis zur Milchsäure, die als Endprodukt übrig bleibt. Dieser  ineffektive Abbau führt zur Übersäuerung unseres Körpers und die Zelle verliert die Kontrolle über eine geregelte Zellteilung.

Den Weg der Energieerzeugung, der für gesunde Körperzellen typisch ist, nennen wir Atmungs-Stoffwechsel, da dabei Sauerstoff verbraucht wird. Den unter Sauerstoffarmut stattfindenden Stoffwechsel der Krebszellen bezeichnen wir als Gärungsstoffwechsel.

Jede Körperzelle enthält kleine Organellen, so genannte Mitochondrien, die zu vielen hunderten in jeder Zelle vorhanden sind, und in denen die Energiebildung stattfindet. Die dort stattfindende Energieproduktion ist sehr effektiv, wenn genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Hierbei wird pro Einheit Nährstoff 21x soviel Energie gebildet wie bei dem tumortypischen Gärungsstoffwechsel. Das ist auch der Grund dafür, dass Krebspatienten im fortgeschrittenen Stadium trotz normaler Nahrungsaufnahme abmagern.

Die Ursachen der Krebsentstehung aus Sicht der biologischen Krebsbehandlung

Warum benutzen unsere Krebszellen nun diesen ineffektiven Stoffwechselweg? Es ist der Stoffwechselweg, den  bereits die Bakterien nutzten und zu dem alle unsere Zellen immer noch fähig sind, wenn sie unter Sauerstoffmangel leiden.

Wir alle kennen diesen Stoffwechselweg übrigens vom Muskelkater, bei dem die Muskeln durch Milchsäurebildung in den Zellen übersäuern. Grund hierfür ist, dass unsere Muskeln arbeiten mussten, ohne dass ihnen ausreichend sauerstoffreiches Blut zur Verfügung stand. Das hatte zur Folge, dass die Muskelzellen vom Atmungsstoffwechsel auf den Gärungsstoffwechsel umschalten mussten.

Seeger konnte nachweisen, dass bei Krebszellen die Sauerstoffaufnahme in die Mitochondrien, den Kraftwerke unserer Zellen, gestört ist. Um Sauerstoff aufnehmen zu können benötigt die Zelle die Aktivität bestimmter Enzyme, die bei Krebszellen z.B. durch Umwelt- und andere Einflüsse in ihrer Funktion gestört sind. Dadurch steht den Mitochondrien nicht mehr ausreichend Sauerstoff zur Verfügung, um den Atmungsstoffwechsel geregelt ablaufen zu lassen. Die Zelle ist gezwungen, auf  „Gärung“ umzuschalten, mit den oben beschriebenen Folgen. Krebs ist also, ganz grob gesprochen, ein Sauerstoffmangelproblem.

Die individuelle Ursachendiagnostik und Ursachentherapie nach Seeger

Seeger stellte vor 40 Jahren Richtlinien zu einer an den Ursachen orientierten Krebstherapie zusammen, seine sogenannte „Zehn-Wege-Therapie“. Seegers Richtlinien bilden seit 30 Jahren die Basis der in unserem Haus durchgeführten Krebsbehandlungen.

Die einzelnen Elemente der „Zehn-Wege-Therapie“ umfassen:

  1. Herde und Störfelder
  2. Desensibilisierung
  3. Entgiftung des Organismus
  4. Aktivierung und Restitution der gestörten Zellatmung
  5. Hemmung des Gährungsstoffwechsels
  6. Aktivierung der Antikörperbildung
  7. Aktivierung der körpereigenen Abwehrkraft
  8. Optimierung der Ernährung
  9. Beseitigung von Darmfunktionsstörungen
  10. Stützung von Herz und Kreislauf.

Eine ausführliche Darstellung der „Zehn-Wege-Therapie“ nach Seeger finden Sie hier: Zehn-Wege-Therapie nach Seeger: individuelle Ursachendiagnostik und Ursachentherapie

Unser Konzept der ganzheitliche Medizin bei Krebs

Wir sind sehr dankbar für all die wertvollen Erkenntnisse, die Paul Gerhardt Seeger uns hinterlassen hat. Denoch haben sich das Wissen und die Möglichkeiten heute doch noch etwas weiter entwickelt. Neue Studien kamen inzwischen hinzu, neue Diagnose- und Therapiegeräte entwickelt worden, und auch unser Erfahrungsschatz ist mit mehreren tausend behandelten Krebspatienten in 30 Jahren gewachsen.

Geblieben ist der Unterschied zu den schulmedizinischen Therapieformen. Bei den schulmedizinischen Therapieformen handelt es sich immer um ein standardisiertes schematisches Vorgehen. Die ganzheitliche Medizin ist immer eine individuelle und personalisierte Medizin im eigentlichen Sinn. Jeder Patient, jede Patientin mit Krebs stellt eine individuelle Persönlichkeit mit einer individuellen Krebsursache dar. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Therapiewege. Sie erfolgen manchmal mit, aber auch immer häufiger ohne Chemotherapie.

Die Bedeutung der Ozon-Sauerstoff-Behandlung in der biologischen Krebsbehandlung

Bei der biologischen Krebsbehandlung bildet die Erhöhung der Sauerstoffsättigung im Blut durch die Ozon-Sauerstoff-Behandlung die primäre und unabdingbare Maßnahme. Jeder Krebspatient, jede Krebspatienten sollte sie in Anspruch nehmen.

Seeger hat übrigens seine Hypothese der Tumorbildung durch Sauerstoffmangel mehrfach experimentell belegt. So gelang es ihm, normale Körperzellen durch Schädigung der Atmungsenzyme und dadurch bedingten Sauerstoffmangel in Krebszellen umzuwandeln. Auch ließen sich Krebszellen durch die Erhöhung der Sauerstoffsättigung in deren Umgebung in normale Körperzellen zurückverwandeln. Diesen Mechanismus haben auch wir in unserer Praxis mehrmals erfolgreich genutzt, indem wir Krebswachstum durch die regelmäßige (3-5x/Woche) Injektion eines Ozon-Sauerstoffgases in den Tumor stoppen und den Tumor zurückbilden konnten. Entsprechende Veröffentlichungen liegen vor.

Neben der Ozon-Sauerstofftherapie legen wir viel Wert auf die Beseitigung der Belastungen des Organismus, auch Therapiehindernisse genannt. Hier gehen wir, nach entsprechenden Testungen, zum Beispiel über die Biopulsar- oder die Bioresonanzmethode, sehr individuell vor.

Laboruntersuchungen zur Erfolgskontrolle einer biologischen Krebsbehandlung

Über eine ausgefeilte Labordiagnostik suchen wir nach Defiziten in der Versorgung des Organismus mit Vitaminen und Spurenelementen, um diese anschließend auszugleichen. Regelmäßige Laboruntersuchungen dienen uns dabei zur Erfolgskontrolle.

Über den Einfluss psychischer Belastungen auf die Krebsentstehung und den Krebsverlauf  war Seeger offensichtlich wenig bekannt. Diesen Faktoren wird bei uns große Bedeutung eingeräumt, wissen wir doch, dass 60% unserer Krebspatienten unter einer behandlungsbedürftigen psychischen Belastung leiden. In einer praxiseigenen Studie konnten wir zeigen, dass diese Patienten das höchste Rezidivrisiko aufwiesen.

Wir haben mehrere Infusionskonzepte entwickelt, die wir entsprechend einsetzen. Sie dienen unter anderem der wichtigen Unterstützung der Leber und der Entgiftung des Körpers.

Lokale Überwärmungsbehandlungen

Wie oben erwähnt, hatte Seeger bereits nachgewiesen, dass Wärme die Aktivität von Tumorzellen deutlich herabsetzt. Aufgrund von Beobachtungen, dass Krebspatienten bei hohem Fieber, zum Beispiel durch Malariainfektionen, häufig Spontanheilungen erlebt hatten, waren in den vierziger und fünfziger Jahren bereits erfolgreich Überwärmungsbehandlungen, meist in Form von Bädern, bei Krebspatienten beschrieben worden (Lampert 1952 und andere). Vollmer konnte in der Gewebekultur nachweisen, dass Tumorzellen bei 39° geschädigt und bei 42° abgetötet werden, während normale Zellen bei 43° noch nicht geschädigt werden.

Heute sind wir technisch in der Lage, durch die Anwendung der inzwischen etablierten Lokalen Elektrohyperthermie diesen Effekt mit deutlich größerer Sicherheit und Intensität und beschränkt auf die Tumorregion einsetzen zu können.

Das Problem der Therapieentscheidung

Patienten, die sich einer Krebsoperation unterzogen haben, werden heute fast immer mit einer Therapieentscheidung konfrontiert. Diese hat ein Gremium aus mit dem Krankenhaus kooperierenden Onkologen, Pathologen und Strahlentherapeuten über sie erstellt. Wer sich nun vorstellt, dass in langwierigen Sitzungen das Pro und Contra einer Therapie abgewogen wird, täuscht sich sehr. In einer Stunde werden in einem Hörsaal häufig 30 oder 40 Fälle abgehandelt. Zur Auswahl stehen hier eigentlich immer nur die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Geurteilt wird nach den so genannten Leitlinien oder den Studien, die durch die Industrie durchgeführt worden sind. Der Patient als Individuum wird nicht gesehen und bleibt außen vor. Weder interessieren hier die individuellen Ursachen, die zur Krebserkrankungen geführt haben, noch welche Meinung der Patient selbst zu den vorgeschlagenen Therapien hat. Die Freiheit der Entscheidung über die Behandlungsformen, denen er sich unterwerfen soll, wird ihm nicht zugestanden.

Diese Tumorkonferenzen werden von den niedergelassenen Onkologen intensiv besucht, hier holen sie sich die Patienten für ihre Praxen. Und durch die Kassenhonorare für die Onkologen ist sichergestellt, dass sie auch Chemotherapien durchführen. Wenn sie eine Chemotherapie durchführen, bekommen sie für diesen Patienten etwa fünfmal soviel Honorar wie für einen Krebspatienten, den sie ohne Chemotherapie behandeln.

Bei Patienten, die den Nutzen einer Chemotherapie infrage stellen, versucht man häufig,  sie zu einer entsprechenden Entscheidung zu motivieren. Über die Erzeugung von Angst oder dem Appell an das Schicksal ihrer Kinder wird viel Druck aufgebaut.

Die Grenzen der biologischen Krebsbehandlung

Wenn Krebspatienten sterben, so sterben sie im Allgemeinen nicht am Primärtumor, sondern an Absiedlungen dieses Primärtumors, den Metastasen.

Die Verhinderung dieser Metastasenbildung ist die Domäne der ganzheitlichen Medizin. Hier sind wir sehr erfolgreich, auch deutlich erfolgreicher als die schulmedizinischen Behandlungsformen. Dies konnten wir in einer eigenen Studie nachweisen.

Kommen jedoch Patienten mit einer fortgeschrittenen Metastasierung zu uns, so reichen die Möglichkeiten der biologischen Medizin allein nicht aus, um einen Wachstumsstillstand – unser primäres Ziel – zu erreichen. Hier kommen wir meist an einem kurzzeitigen Einsatz der Chemotherapie nicht vorbei.

Kombinationen aus schulmedizinischer und biologischer Krebsbehandlung

Die ganzheitliche Krebstherapie ist nicht eine Alternative Medizin, die Schulmedizin kommt auch bei uns zu ihrem Recht, soweit die positiven Aspekte die negativen überwiegen. Das ist zum Beispiel der Fall bei der hormonblockierenden Behandlung von Brustkrebspatientinnen.

Der operativen Behandlung von Krebserkrankungen räumen wir den gleichen Stellenwert ein wie die Schulmedizin. Was operabel ist, sollte man auch operieren.

Die Krebsnachsorge im Rahmen der biologischen Krebsbehandlung

Ganz wesentliches ist es aus unserer Sicht, Krebspatienten alle drei Monate zu Kontrollen, insbesondere zu vergleichenden Laborkontrollen, einzubestellen. Natürlich kommt es auch bei uns vor, dass Patienten Metastasen bilden. Je früher wir jedoch eine Metastasierung entdecken, umso sicherer können wir sie operativ behandeln und dem Patienten erneut zu Tumorfreiheit verhelfen.

Für den Inhalt verantwortlicher Autor:
Dr. Achim Schuppert